Die Kunst des Loslassens – Teil 1

Endlich Montag! 

Besser arbeiten und leben

Der wöchentliche Motivationsschub 

Nr. 20/2026 – Die Kunst des Loslassens – Teil 1

Ich wünsche Dir einen guten und motivierten Start in diese neue Woche. Sieben tolle Tage liegen vor Dir und Du kannst sie jetzt gestalten. Ich bin gerade in unserem Premieren-Seminar zum Thema Longevity auf Mallorca – einfach genial. Tolle Experten und großartige Teilnehmer. Einer davon ist Ingo Schütze vom Berlineum-Küchenatelier (​​https://berlineum-kuechenatelier.de/) der gerade sehr von dem Seminar profitiert und eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Mit ihm und seiner bezaubernden Frau Katja durfte ich gestern Abendessen und wir sprachen über meinen Newsletter. Ihnen geht es gerade sehr um das Thema Loslassen und vor einigen Jahren habe ich einen kleinen Artikel geschrieben mit dem Titel “Die Kunst des Loslassens“. Hier habe ich mich mit dem wichtigen Thema “Nachfolge” beschäftigt, daraus entstanden bereits drei Nachfolge-Staffeln. Letzte Woche war auch das Seminar UnternehmerEnergie. Einige Nachfolger waren da und auch ein abgebender Unternehmer mit seinem potenziellen Nachfolger. Das System ist ideal für die Nachfolge und so habe ich aus meinem Artikel von damals ein Whitepaper zum Thema Nachfolge gemacht. Für die aufmerksamen Leser ist es hier das “Osterei” – gerne sende ich Euch das ganz frische Whitepaper bei einer kleinen Nachricht und gerne auch ein Feedback für meinen Newsletter, den es jetzt ja auch immer als Podcast gibt. Loslassen möchte ich hier aber nicht nur auf die Nachfolge beziehen, sondern generell über die Fähigkeit des Loslassens nachdenken:

  • Es gibt einen Zeitpunkt, an dem wir unser Unternehmen loslassen müssen.
  • Es ist manchmal sinnvoll einen Menschen loszulassen, sei es weil wir ihn verloren haben, oder weil er unserem Leben nicht guttut.
  • Es ist auch gut, die eine oder andere Aufgabe loszulassen. Sei es, weil jemand anders sie besser kann, oder weil es einfach sinnvoll ist, sie zu delegieren. 
  • Bei dem einen oder anderen Besitz ist es auch ein guter Gedanke, diesen jetzt loszulassen. Bedenke dabei, dass alles, was Du besitzt, auch Dich besitzt.

Die Unternehmensnachfolge ist die Königsdisziplin der Unternehmensführung und sie beginnt nicht mit Verträgen, sondern mit einem neuen Bewusstsein. Dieses Bewusstsein kann trainiert werden, indem wir uns mit dem Thema “Loslassen“ ganzheitlich beschäftigen. Dabei werden wir recht schnell merken, dass das Loslassen schwer fällt. Vieles im Leben ist schwer, bevor es leicht wird. 

Ich glaube, dass die Übergabe eines Unternehmens zu den größten unternehmerischen Leistungen überhaupt gehört. Nicht der Aufbau. Nicht das Wachstum. Nicht die Expansion.

Die Übergabe und das Loslassen

Wenn wir an etwas festhalten, dann geht es oft mehr als um das eigentliche Thema. Es geht um unsere eigene Wertigkeit, um unsere Identität, unseren Sinn und oft auch Anerkennung. Daher ist das Loslassen weniger ein rationaler, ökonomischer, juristischer oder steuerlicher Prozess. Es ist ein menschlicher Prozess, der uns oft schwerfällt.

Warum fällt es uns schwer, einen Beruf zu verlassen oder eine wichtige Aufgabe wegzulassen? Oft hat es mit Anerkennung zu tun oder mit dem Gefühl der Macht. Manchmal ist es auch eine Frage der Sinnhaftigkeit.

Bei einem Unternehmen ist das eine noch viel größere Frage. In Deutschland stehen tausende mittelständische Unternehmen in den kommenden Jahren vor genau dieser Herausforderung. Viele Unternehmer wissen theoretisch, dass sie sich damit beschäftigen müssen, aber in der Praxis wird das Thema genau aus diesem Grund verschoben.”Noch nicht, später” ; “Nächstes Jahr.”;  “Wenn etwas mehr Ruhe eingekehrt ist.”

Und deshalb scheitern auch viele Übergaben und es werden noch viele in Zukunft daran scheitern. Es geht um den wichtigen Faktor “Mensch“ und um die eigene Persönlichkeit.

Eine einfache Frage lautet:  “Bin ich wirklich bereit loszulassen?”

Aber diese Frage klingt einfacher, als sie ist. Denn viele Unternehmer sagen zwar, dass sie übergeben möchten. Aber wenn man genauer hinsieht, merkt man schnell: Eigentlich wollen sie weitergestalten, weiter entscheiden, weiter gebraucht werden. Unternehmer sind Unternehmer ein Leben lang. Wer jahrzehntelang Verantwortung getragen hat, für den ist das Unternehmen nicht einfach ein Job, sondern ein Teil der eigenen Persönlichkeit. Hier beginnt die eigentliche Herausforderung. Ich erinnere mich an einen Unternehmer, der mir einmal zu mir sagte: “Cay, ich weiß nicht, ob mein Sohn das Unternehmen genauso führen wird wie ich.” Meine Antwort war einfach: “Das wird er auch nicht.” “Genau das ist auch gut so, denn jede Generation hat ihre eigenen Herausforderungen.” Es ist an der Zeit, über Erwartungen, Ängste und Verantwortung zu sprechen. Ebenso ist es gut, in Klarheit über Rollen, Aufgaben und Werte zu sprechen. Im Seminar UnternehmerEnergie ging es neben vielen anderen Themen genau darum.

Viele Unternehmer glauben, dass die größte Herausforderung darin besteht, jemanden zu finden, der das Unternehmen übernehmen möchte. Doch das eigentliche Problem ist oft ein anderes. Hat die nächste Generation überhaupt gelernt, ein Unternehmen zu führen?

Wir würden niemals akzeptieren, dass ein Mensch ohne Ausbildung ein Flugzeug fliegt.  Aber in Unternehmen passiert das regelmäßig. Daher wird die Entwicklung der nächsten Generation zu einer der wichtigsten Aufgaben erfolgreicher Unternehmer.

Es reicht nicht, Vermögen zu übertragen. Wir müssen Verantwortung übertragen. Und das  braucht Zeit. Nachfolge ist kein Ereignis. Nachfolge ist ein Prozess, ein sehr schöner Prozess. 

Zitat: „Loslassen bedeutet nicht, etwas zu verlieren, sondern einen neuen Raum für die  Zukunft zu schaffen.” – Cay von Fournier

Frage: Wird mein Leben besser, wenn ich loslasse, oder vielleicht sogar schlechter, wenn ich festhalte?

Das Seminar “UnternehmerEnergie” ist eine sehr gute Grundlage für die Nachfolge und auch für unser neues Programm “NachfolgeEnergie”, das im September 2026 startet. 

Ich wünsche Dir eine schöne Woche in guter Energie und den Mut, das loszulassen, was nicht mehr in Dein Leben passt. Im zweiten Teil werde ich noch tiefer auf die Unternehmensnachfolge eingehen.

Herzliche Grüße.

Dein
Cay

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