Endlich Montag! (KW 12) Genug

 

Genau vor einer Woche kam ich nach meiner Panne spät im Hotel an. Übrigens zeigt das Bild den Morgen danach. Wie Sie sehen, kommt nach jedem dunklen Tag auch wieder Sonnenschein. Und so möchte ich den positiven Energiefluss zum Wochenanfang fortsetzen. Sinngemäß habe ich einmal von einer Geschichte gehört, in der sich zwei reiche Menschen streiten, wer denn mehr besitzt. Viele tolle Statussymbole wurden in diesem Gespräch ausgetauscht, bis ein weiser Mensch sich in das Gespräch einschaltet und die beiden um Ihren Besitz bewundert. „Ich habe aber etwas, was ihr nie haben werdet?“ Mit dieser Frage hatte er ihre volle Aufmerksamkeit. „Was das denn sei?“ wollten die beiden wissen. „Genug“, antwortet der weise Mensch. 

Vor vielen Jahren stolperte ich in dem sehr lesenswerten Buch „Dienstags bei Morrie“ von Mitch Albom über einen sehr ähnlichen Gedanken. Wenn wir von allem immer mehr haben wollen, werden wir am Ende nie genug haben. Daher ist es eine gute Zeit, in der ersten Frühlingswoche, sich über all das zu freuen, was wir bereits haben. 

In einer Welt, die ständig nach Mehr schreit – mehr Status, mehr Geld, mehr Besitz – ist Zufriedenheit eine stille Revolution. Es ist die Fähigkeit, innezuhalten und zu sagen: „Ich habe, was ich brauche.“ Zufriedenheit ist nicht das Ende des Wachstums, sondern der Anfang des Glücks. Zufriedene Menschen würdigen den aktuellen Moment und die vielen kleinen Freuden des Lebens. So habe ich es schon vor 20 Jahren in einem meiner ersten Bücher „Das Geheimnis der LebensBalance“ geschrieben. Weniger ist oft viel mehr.

Neben Zufriedenheit ist daher die Bescheidenheit ein weiterer schöner Weg zum Glück. Das Leben ist kein Wettbewerb, sondern ein Weg, auf dem wir vieles lernen können. Es gibt Situationen, in denen wir uns für den Wettbewerb entscheiden. Aber wahres Glück ist kein Ziel, sondern ein Weg voller Alltagsglück. Gerade jetzt, wo der Frühling erwacht, können wir dieses Alltagsglück noch intensiver genießen. Dieses Glück können wir nicht mit Geld messen. Alles wirklich wichtige im Leben bekommen wir kostenlos. Nur das Überflüssige – an dem wir uns aber auch erfreuen können – kostet viel. 

Genug ist das Geheimnis von Zufriedenheit und Glück

Mit diesem Thema möchte ich auch die Frage „Was ist wirklich wichtig?“ stellen. Wenn wir das „Genug“ in unserem Leben gefunden haben, dann bedeutet es nicht, dass wir aufhören besser zu werden.  Es bedeutet, dass wir aufhören, nach immer mehr zu streben und stattdessen das zu schätzen, was wir bereits besitzen. In diesem Bewusstsein steckt echte Freiheit. Und wie Sie wissen, ist Freiheit ein für mich sehr wichtiger Wert. 

Zitat: „Wahrer Luxus ist nicht eine Fülle von Besitz, sondern die Fähigkeit, wahre Zufriedenheit mit dem zu finden, was man hat.” – Marie Kondo

Fragen: Wann haben Sie genug? Was ist für Sie Zufriedenheit?

Bis nächsten Montag und einen fröhlichen und gelassenen Start in die erste Frühlingswoche. 

Ihr

Cay von Fournier

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