Impuls für den 05.06.2020

„Wer den schlechtesten Gebrauch von seiner Zeit macht, jammert am meisten, dass sie so knapp ist.“ Jean de la Bruyère

John Steinbeck
Dieses Zitat hatte mich lange in meinem Seminarteil „Zeitmanagement“ begleitet. Es beschreibt eine ganz einfache Erfahrung, die wir alle bereits gesammelt haben. Wenn wir uns selbst organisieren und diszipliniert mit unserer Zeit umgehen, dann schaffen wir an einem Tag wirklich sehr viel. Auf der anderen Seite haben wir schon erlebt, wie schnell ein Tag verfliegt, wenn wir in Telefonaten, Zoom-Konferenzen und Besprechungen viel zu viel Zeit aufgeben. Die Verwendung unserer eigenen Zeit, die Einteilung und der Fokus auf unsere Prioritäten, gehören zu einer sehr wichtigen Kompetenz, die unter dem Begriff „Zeitmanagement“ zusammengefasst wurde. Vielleicht ist es an der Zeit diesen Begriff zu modernisieren, denn er mündet in die heute so viel zitierte Selbstwirksamkeit. Wir können unseren Alltag zu einem großen Teil selbst gestalten. Dieses Angebot sollten wir aber auch wahrnehmen und zuerst unsere Ziele klar definieren, die Projekte definieren, die diese Ziele verwirklichen und dann unsere Ressourcen an Zeit und Geld richtig einteilen. Eines ist sicher, unsere Zeit ist begrenzt und wie jede begrenzte Ressource ist Zeit damit ein sehr wertvolles Gut. Die Freitagsfrage: „Bin ich mit meiner Zeit in dieser Woche gut umgegangen?“

Energie Impuls KW 23 2020

Wenn es darum geht, den richtigen Weg für unser Unternehmen und unser Leben zu finden, dann hängt der Erfolg zu großen Teilen von einem ab: Konzentration bzw. Fokus.

Viel zu häufig verzetteln wir uns in dem, was wir tun. Die Gründe dafür sind vielfältig und es erfordert viel Kraft, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die entscheidend sind.

Fragen Sie sich zur Fokussierung vor strategischen Entscheidungen: Haben wir einen guten Weg gewählt und uns auf das Wesentliche konzentriert? Nutzen wir unsere Ressourcen zielgerichtet oder verschwenden wir oft Zeit und Geld für Unwesentliches?

Impuls für den 04.06.2020

„Brauche nicht alles, was du hast, kaufe nicht alles, was du siehst, so geht es dir gut zu jeder Zeit.“ Martin Luther King

John Steinbeck
Heute bekommen die Worte des großen Menschenrechtlers eine ganz besondere Bedeutung, denn viele Tausend Menschen sind weltweit auf der Straße, um wieder für das zu kämpfen, wofür Martin Luther King gestorben ist. Und auch wenn es gerade um viel Größeres geht, so berührt mich diese einfache Weisheit, die wir in der Moderne zu dem scheinbar widersprüchlichen Satz zusammengefasst haben: „Weniger ist mehr! “. Bei dem Nachdenken über dieses Zitat fällt mir auf, dass es sich hier um eine zeitlose Erkenntnis handelt. Und so wird es zu meiner aktuellen Donnerstags-Frage, mich selbst zu fragen: „Wo ist in Deinem Leben weniger mehr?“

 

Impuls für den 03.06.2020

„Wer lachen kann, dort, wo er hätte heulen können, bekommt wieder Lust am Leben.” Werner Finck

John Steinbeck
Lachen ist die beste Medizin. Dieses Sprichwort unterstreicht das heutige Zitat. Lachen ist für mich Ausdruck von guter, positiver und verbindender Energie. Die Menschen, mit denen wir lachen können, neigen in der Regel viel weniger dazu, uns zu beißen. Wir halten uns selbst als Spezies zwar für so klug und weise, dabei sind wir aber in der Evolution noch nicht so weit vorangekommen und haben noch sehr viele Ähnlichkeiten mit unseren Verwandten, den Primaten, zu denen wir zählen. Die Lust am Leben ist die Quelle positiver Energie, mit der wir uns jeden Tag aufs Neue motivieren können. Daher sollten wir sehr viel daran setzen, oft und viel Lachen zu können. Am besten fragen wir uns in der Mitte jeder Woche: „Habe ich in der ersten Hälfte dieser Woche schon genug gelacht?“ – meine neue Mittwochsfrage.

Impuls für den 02.06.2020

„Was wir empfinden, ist viel wichtiger, als was wir wissen.” George Moore

John Steinbeck
Manche Zitate lassen sich auch gut reflektieren, denn jede Aussage hat ja auch den eigenen Widerspruch in sich. Ich denke, es ist schwierig, eine Fähigkeit gegen eine andere auszuspielen, denn gerade die Aufklärung hat uns gezeigt, wie gut wir Menschen uns weiterentwickeln können, wenn wir mehr wissen und uns unsere Gefühle bewusst machen. In diesem Zitat geht es für mich darum, dass wir uns der Gefühle stellen, die uns bewegen. Manche davon zeigen sich ganz deutlich und wir können uns fragen: „Warum bin ich fröhlich?“ Oder „Warum bin ich traurig?“ Diese Gefühle sind Boten unserer Sehnsucht und unserer tiefsten Wünsche. Denn was hilft es, wenn wir die ganze Welt erklären könnten, aber tief in unserem Herzen unglücklich sind. Würden wir dann von einem gelungenen Leben sprechen? Für mich, der auch in der Wissenschaft gearbeitet hat ist es schwer, unser Wissen an die zweite Stelle zu stellen, denn das würde die Tür für den Unsinn und die Dummheit dieser Welt nur noch weiter aufmachen. Wir sollten nicht alles glauben, was uns ein gutes Gefühl verspricht. Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass wir alle auf der Suche sind nach der gelungenen Balance zwischen Körper, Geist und Seele – und wenn wir über Empfindungen sprechen, können wir gerne auch das Herz dazu nehmen. Diese vier Säulen sind ja auch die Grundlage meines „8F-Modells der LebensBalance“. Unser Leben ist ein Einheit und wir tun gut daran, Lebensführung als ganzheitliche Kunst zu verstehen.

 

 

Impuls für den 01.06.2020

„Das Leben besteht aus guten und schlechten Tagen - doch meist liegt es an uns, wie diese Tage beschaffen sind.“

John Steinbeck
Selbstwirksamkeit heißt diese Disziplin. Wir können unser Leben zu einem sehr großen Teil selbst gestalten. Manches ist Schicksal und manches ist auch das Wirken der Anderen. Aber egal, was uns das Schicksal bietet und egal, was andere Menschen von uns wollen, letztlich liegt es an uns, was wir daraus machen. Vor vielen Jahren habe ich die Übung kennengelernt „NIEMAND hat Dich je geärgert.“ Ein Satz, der sofort Widerstand in mir auslöste, denn es hatten mich zu dem damaligen Zeitpunkt bereits einige Menschen sehr geärgert. Das ist der Prozess, den wir alle durchlaufen müssen, wenn wir selbstwirksam sein wollen.
Denn bei dem Nachdenken und bei Gesprächen kommt man in dieser Übung, in der jeder ein Beispiel erzählt sehr schnell zu dem Punkt, dass die Aussage „Ich ärgere mich!“ richtig ist, denn es sind immer wir selbst, die uns ärgern. „Du ärgerst mich!“ wird dann zu dem „Dein Verhalten zielt darauf ab, dass ich mich ärgere, aber es liegt an mir, ob ich mich auch ärgern möchte.“ Es ist übrigens nicht schlimm, sich zu ärgern, denn darin liegt sehr viel Energie, aber oft eben auch viel negative Energie, die uns selber zusetzt und in der wir unsere wertvolle Lebenszeit verschwenden.
Wenn wir uns weiterentwickeln, lernen wir unsere Zeit viel besser einzusetzen und in der positiven Energie zu bleiben. Es liegt an uns und es braucht ein tägliches Ritual, sich das immer wieder bewusst zu machen. Wie sieht Dein Tagesritual aus? Meditierst Du, planst Du Deinen Tag, hast Du am Morgen Zeit für Dich, gehst Du eine Hunde-Runde oder schreibst Du Tagebuch? Das sind Beispiele, die uns dabei helfen können, jeden Tag aktiv darüber zu entscheiden, in welcher Energie wir diesen gestalten wollen. Auch damit beschäftigen wir uns in dem Seminar LebensEnergie.

Impuls für den 31.05.2020

„Das Große ist nicht, dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.“

Sören Kierkeggad
Authentizität – ich höre oft diesen Wert, wenn es um das persönliche Leitbild in dem Seminar LebensEnergie geht. Immer wenn wir uns mit unseren Werten beschäftigen, verspüren wir den großen Wunsch, wir selber sein zu können. Das kann jeder nachvollziehen. Aber die Tücke steckt hier im Detail, denn es ist ein großer Aufwand, herauszufinden, wer man selber wirklich ist und wer man gerne sein möchte. In den Wirren des Alltages geht diese Zeit meistens verloren und so leben die meisten Menschen nicht das Leben, was sie gerne leben möchten. Auch sind die wenigsten wirklich bei sich.
Das Burn-Out Phänomen spricht hier eine deutliche Sprache und viele Menschen leiden darunter, den ganzen Tag im Hamsterrad zu sein. Von innen betrachtet sieht ein Hamsterrad oft auch aus, wie eine Karriereleiter. Daher ist es wohl die wichtigste Aufgabe von jedem Menschen, der zu werden, der er ist. Dafür habe ich das Spezial-Seminar „LebensEnergie“ entworfen. Mein erstes Seminar vor 25 Jahren. Sehr viel schöne Erlebnisse hatte ich mit Teilnehmern in diesem Seminar, die sich Zeit genommen hatten, zu sich selbst zu finden.
Es braucht Zeit und es braucht auch ein paar Impulse, über das eigene Leben nachzudenken und dann braucht es viel Konsequenz, das eigene Leben zu verändern. Beginne mit der einfacheren Frage: „Wer will ich gerne sein?“ – „Habe ich Mentoren, an denen ich mich orientieren kann?“ – „Wer sind meine Vorbilder?“. Diese Fragen sind einfacher, weil sie sich mit einem externen Referenzpunkt beschäftigen. Wenn Du hier eine Antwort hast, dann geht es zum inneren Referenzpunkt: „Wer bin ich?“ – nicht umsonst ist die Aufgabe: „Erkenne Dich selbst!“ seit der Antike, die zentrale Aufgabe unseres Lebens.

Das Homeoffice zeigt den Charakter – auch des Chefs

Die Denkstile der Menschen zeigen sich auch im modernen Arbeitsumfeld

Diese Kolumne ist witzig. Was den Alltag im Büro bestimmt, strahlt anscheinend auch über die digitale Medien aus, bis in das Zuhause der einzelnen Führungskräfte. Das wird in der Beschreibung von von Martin Suter sehr deutlich. Das Homeoffice bringt einige neue Herausforderungen mit sich, bietet aber auch neue Chancen. Das Arbeitsleben morgen, wird durch die Krise deutlich anders gestaltet und beschleunigt. Ich sehr hier die vielen Chancen und wenn wir schon bei den Denkstilen sind, hat es der kreative Geist hier wohl leichter, als Chefs die ihren Wunsch nach Perfektion in das Zuhause der Angestellten überträgt. Perfektion fördert manchmal auch Aggression und letztlich geht es um das Erreichen gemeinsamer Ziele.

Die Philosophie von google, nach der jeder Mitarbeiter sein Büro so gestalten kann, wie sie oder er es gerne möchten. Warum sollten sich Menschen nicht bei der Arbeit auch wohl fühlen dürfen. Das Steigert das Gefühl der Zugehörigkeit zu einem Team, in dem viele Individuen zu einer Leistungsgemeinschaft werden. In dem Seminar DigitalEnergie zeigen wir die vielen Möglichkeiten und Wege auf, wie Menschen durch die digitalen Medien noch besser kooperieren können. Wenn immer beschworen wird, das die Welt sich sehr intensiv verändern wird, dann betrifft das auch die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten. Wie wir im SchmidtColleg gerade erleben, spielen die Denkstile dabei eine ganz große Rolle und es entspricht meiner Empfehlung, diese in Zukunft von wesentlich intensiver zu berücksichtigen. Die Welt wird nach Corona nicht die gleiche sein.

Es wird wohl etwas dauern, bis das die meisten Menschen begreifen. Auf dem Weg zum Management 4.0 (Community Value) wird die Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit eine ebenso große Rolle spielen, wie die Weiterentwicklung der Unternehmen. Die „Schöpferische Zerstörung“ von der Schumpeter bereits vor hundert Jahren sprach wird sich nun Bahn brechen. Sehr viel Altes wird vergehen, damit Neues entstehen kann.

Wir leben dabei in keiner bequemen Welt mehr, aber in einer sehr interessanten.

Quelle.

Handelsblatt

30.5.2020, 11:33 Uhr : ttps://www.handelsblatt.com/arts_und_style/lifestyle/kolumne-business-class-business-class-im-homeoffice/25872160.html?ticket=ST-35367-QXkMNkg0gt7J6rnxaPnb-ap6

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Impuls für den 30.05.2020

„Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.“

Gotthold Ephraim Lessing
FOKUS bedeutet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was hat für unser Leben eine Bedeutung? Diese zentrale Frage beschäftigt alle Menschen, allerdings lassen die Wenigsten auch eine konkrete Antwort folgen. Manchmal entstehen Fragmente einer Antwort im Kopf, aber wir schreiben sie nicht auf. Und selbst wenn wir sie einmal aufgeschrieben haben, so leben wir nicht nach unseren persönlichen Zielen. Wie kann es in einer solchen Situation zur Konzentration und mehr Fokus kommen? Eigentlich ist es einfach, wie viele wichtige Themen in unserem Leben einfach wären: Ein persönliches Leitbild schreiben – daraus langfristige Ziele entwickeln. Diese Ziele durch mittel- und kurzfristige Ziele planen. Diese Planung durchaus agil gestalten und dabei dennoch an den Meilensteinen festhalten. Dann darauf ein effizientes Zeitmanagement aufbauen. Durch diesen Weg werden wir effektiv in unserer Lebensführung und effizient in der Umsetzung. Alle diese Methoden finden sich in UnternehmerEnergie.

BE007 – Die 10 Gebote für ein gesundes Unternehmen

Nun sollte bei den Buchempfehlungen nicht die Übersicht und die Gedanken zu meinen eigenen Büchern fehlen. Oft werde ich gefragt, welches meiner Bücher ich denn empfehlen können. Das ist eine sonderbare Frage, wenn sie an einen Autor gerichtet wird. Die ehrliche Antwort ist: Alle, sonst hätte ich sie ja nicht geschrieben. Aber zu dieser ehrlichen Antwort gehören auch ein paar Erklärungen und Geschichten, wie welches Buch entstanden ist und was ich mir dabei gedacht habe. Dieses Buch ist quasi mein erstes großes Buch in einem großen und sehr guten Verlag. Ich habe es 2005 geschrieben und es ist lustig, dass ich gestern gerade aus mehreren Gründen über dieses Jahr nachgedacht habe. Zur Sonnenwende hatte ich es korrigiert und kann mich an den Abend gut erinnern. Im Herbst 2005 wurde es dann veröffentlicht. Es gibt eine gute Übersicht über das Seminar UnternehmerEnergie und beschreibt mein Lehrwerk anhand zehn einfacher Gebote: 1. Sei kreativ! / 2. Biete echten Nutzen! / 3. Sein mutig anders als andere! Mit diesen drei Geboten beschreibe ich in dem Buch die strategischen Aufgaben von Unternehmer*innen, die darin liegen, Neues zu schaffen und sich stets den Gegebenheiten anzupassen. Die zentrale Aufgabe eines anständigen Unternehmens ist die Schaffung eines echten Mehrwertes, also eine Nutzen-orientierte Strategie. Es gibt viele andere Möglichkeiten Geschäfte zu machen, indem der Kunde für den eigenen Nutzen über den Tisch gezogen wird. Das wird aber nie eine langfristige und nachhaltige Strategie sein. Um auf dem Markt aufzufallen, ist es klug, manches anders zu machen. Hier geht es um ein gelebtes Leitbild und um ein gutes Marketing. Das 4. Gebote (Investiere!) und das 5. Gebot (Sei konsequent!) entsprechen dem rationalen Teil meines Systems, den Zahlen, Daten und Fakten. In UnternehmerEnergie nennen wir diesen Teil „Steuerung“. Mit dem 6. Gebot (Sei einfach!) und dem 7. Gebot (Verbessere ständig!) habe ich damals schon die einfachen Möglichkeiten einer Unternehmensorganisation beschrieben. Mit dem 8. gebot (Stärke die Stärken!) und dem 9. Gebot (Führe mit Werten!) geht es mir um das Thema Führung und den Umgang mit Mitarbeitern. Da der Mensch im Mittelpunkt jedes Unternehmens steht ist das 10. Gebot (Lebe in Balance!) eine persönliche Empfehlung, sich mehr mit dem Thema „Lebensführung“ zu beschäftigen. Und das 11. Gebot ist eine Überraschung, die eine Selbstverständlichkeit zum Ausdruck bringt und damit das ganze System abrundet. Das Buch ist immer noch im Angebot und ich denke nicht viele Bücher können das nach 15 Jahren von sich behaupten. Aber es ist in der Tat an der Zeit, ein neues Buch im Campus-Vermag zu veröffentlichen.

 

Relevanz

Author:
Dr. Dr. Cay von Fournier